Welche Wärmepumpen gibt es?

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen: Hier wird die Wärme aus der Außenluft gewonnen. Selbst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt arbeiten sie noch zuverlässig. Die Luftwärmepumpe ist klein und leise, sodass man sie in der Regel in den Keller oder auch ins Erdgeschoss stellen kann.
  • Erd-Wärmepumpen: Hier wird die Energie aus dem Erdreich genutzt. Die Temperaturen sind hier das ganze Jahr über relativ konstant. Man gewinnt die Wärme entweder über Erdsonden oder Erdkollektoren. Erdsonden werden in Deutschland am häufigsten genutzt.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen: Diese Art der Wärmepumpe gewinnt Energie aus dem Grundwasser, das Sonnenwärme besonders gut speichert. Die Pumpe arbeitet das ganze Jahr über effizient und mit besten Leistungszahlen - vorausgesetzt, es gibt ausreichend Wasser in geeigneter Qualität und Tiefe. Zwei Brunnen sind die Voraussetzung für dieses Setup, weshalb die Kosten im Vergleich etwas höher sind.

Diese Vor- und Nachteile birgt die Wärmepumpe

Wärmepumpen bringen zwar zahlreiche Vor-, aber auch Nachteile mit sich.

Vorteile:

  • Mit einer Wärmepumpe lassen sich bis zu 75 Prozent der Energiekosten sparen.
  • Es entstehen keine CO2-Emissionen und keine Verbrennungsrückstände.
  • Das Heizen ist besonders umweltfreundlich.
  • Man ist unabhängig von fossilen Energieträgern und schwankenden Heizölpreisen.
  • Der Wartungsaufwand sowie die Betriebskosten sind gering.

Nachteile:

  • Wärmepumpen sind vergleichsweise etwas teurer in der Anschaffung als herkömmliche Heizgeräte.
  • Der Return on Investment tritt nach wenigen Jahren ein.


So funktioniert die Wärmepumpe

Doch wie funktioniert eine Wärmepumpe eigentlich? Zunächst wird die Wärme aus Wasser, Erde oder Luft wird entnommen. Dann wird die Energie in den geschlossenen Kreislauf geleitet, in dem sich ein Kältemittel befindet. Dies überträgt und transportiert die Wärme zum Verdampfer. Dort kocht das flüssige Kältemittel schon bei niedrigen Temperaturen und wird gasförmig. Danach wird der Druck im Verdichter erhöht und das Kältemittel erhitzt sich. Im Verflüssiger, auch Kondensator genannt, wird so die gewonnene Umweltwärme auf das Heizsystem übertragen. Durch die Abkühlung wird das Kältemittel wieder flüssig und kann danach wieder neue Wärme aus der Umwelt aufnehmen - es ist also ein sich ständig wiederholender Kreislauf.


Für wen eignen sich welche Wärmepumpen?

Die besten Voraussetzungen für Wärmepumpen haben diejenigen, die gerade ein Haus bauen oder einen Altbau sanieren. Vor allem, wer gerade einen Altbau saniert, hat den Vorteil, dass sich die Pumpe staatlich fördern lässt. So lässt sich wieder etwas Geld sparen.

Welche Wärmepumpe die beste ist, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Natürlich spielt das Budget eine Rolle, aber auch, ob das Haus und das Grundstück sich für die verschiedenen Arten von Pumpen eignen. Für Erdkollektoren braucht man beispielsweise eine Grundstücksfläche, die doppelt so groß wie die zu beheizende Wohnfläche ist. Vor allem eignen sich Erdkollektoren für Einfamilienhäuser mit niedrigem Energiebedarf, während sich mit Erdsonden auch kleinere Grundstücke beheizen lassen.

Für Wasserpumpen muss ausreichend Wasser in guter Qualität und Tiefe zur Verfügung stehen, wofür zwei Brunnenbohrungen nötig sind. Für die Luftwärmepumpe ist kein großer Aufwand nötig. Man kann sie ganz einfach im Keller oder im Freien aufstellen.


Der finanzielle Aspekt

Zwar ist die Anschaffung einer Wärmepumpe etwas teurer als herkömmliche Heizgeräte, sie kann sich jedoch im Hinblick auf die jährliche Energiebilanz auf lange Sicht trotzdem rechnen. Ob und in welchem Ausmaß sie das tut, hängt entscheidend davon ab, wie viel Umweltenergie über das Jahr tatsächlich genutzt wird. Hierfür ist die Jahresarbeitszahl maßgebend.

Wie viel Heizkosten gespart werden, hängt natürlich auch von den Energiepreisen ab. Damit sich die Investitionskosten für die Wärmepumpe schneller lohnen, bieten viele Energieversorger Sondertarife für Wärmepumpen an. Außerdem sollte man auch prüfen, ob sich ein Anbieterwechsel auszahlen würde.


Wärmepumpen als umweltfreundliche Heizalternative

Wärmepumpen erfüllen die gesetzlichen Normen für erneuerbare Energien und sind ökologisch wertvoll, da sie ihre Wärme rein aus der Erde, dem Wasser und der Luft beziehen. Es entstehen keine CO2-Emissionen vor Ort und keine Verbrennungsrückstände. So lässt sich die Wohnung nachhaltig und umweltbewusst wärmen.

Wärmepumpen stellen die umweltfreundliche Alternative zu Heizöl, Erdgas und Co. dar. Sie bedienen sich ausschließlich natürlicher, erneuerbarer Wärmequellen und sind dadurch eine große Erleichterung für die Umwelt, aber unter Umständen auch für das Haushaltsbudget. Fakt ist, Wärmepumpen sparen Energiekosten und man ist nicht mehr dem Öl- und Gasmarkt ausgeliefert.