Tipp 1: Heizung runterdrehen 
Wer es gerne warm hat, dreht auch meist mehr am Thermostat. Doch Überheizen der Wohnung ist eine der größten Fehlerquellen überhaupt, wenn es um's richtige Heizen geht. Wer sich hier angesprochen fühlt, sollte versuchen, die Temperatur um nur 1-2 Grad zu senken - der Körper wird das nicht spüren, aber die Heizkostenrechnung wird deutlich geringer ausfallen.

Tipp 2: Heizkörper freimachen
Viele Menschen finden ihre Heizkörper so unansehnlich, dass sie prompt das Sofa davor platzieren oder sich eine schöne Abdeckung zulegen - ein großer Fehler. Denn so bildet sich ein Wärmestau, der verhindert, dass sich die Wärme im ganzen Zimmer verbreitet. Die Konsequenz: man empfindet es kälter und heizt mehr. Also lieber mit der unhübschen Optik anfreunden und den Heizkörper frei räumen.

Tipp 3: Heizkörper entlüften 
Alle Jahre wieder kommt die Heizungszeit - und da liegen nicht umsonst so viele Entlüftungsschlüssel an den Kassen der Baumärkte herum. Über das Jahr sammelt sich nämlich viel Luft im Heizkörper, die verhindert, dass er überall (oder gar überhaupt) warm wird. Ältere Heizungen können dadurch auch mal laut gluckern. Also am besten immer entlüften, bevor es ernst wird mit dem Heizen.

Tipp 4: Wärmelecks beseitigen 
Viel Wärme geht über Türen und Fenster verloren. Daher kann es sich schon mal empfehlen, die Vorhänge und Fensterläden zu schließen, zum Beispiel, wenn man nicht da ist oder nachts. Eventuell müssen auch die Fenster erneuert werden. Dies kann man mit einem einfachen Blatt Papier herausfinden - kann man dies problemlos durch den Spalt zwischen Fenster und Rahmen schieben, sollte nachgedichtet werden. Auch Doppelverglasungen schützen vor unnötigem Wärmeverlust.

Sondertipp: Wärmepumpe 
Die Wärmepumpe ist deshalb ein Sondertipp, weil leider nicht jeder die Kapazitäten dafür hat, beziehungsweise es auch nicht bei jedem möglich ist, eine solche zu installieren. Ideal ist sie natürlich für Menschen, die gerade ein Haus bauen und noch alle Möglichkeiten haben. Aber auch Altbausanierer sollten über eine Wärmepumpe nachdenken, da sich hiermit nachhaltig Kosten sparen lassen. Diese Arten von Wärmepumpen gibt es: 

  • Grundwasserwärmepumpe: Sie nutzt das Grundwasser als natürliche Wärmequelle. Dies funktioniert über zwei Brunnen, die extra dafür gebohrt werden müssen. Natürlich hat nicht jeder diese Möglichkeit und die Wasserwärmepumpe ist auch ein gewisser finanzieller Aufwand. Dafür wird man danach mit der am effizientesten ableitenden Wärmepumpe belohnt und man spart langfristig Kosten.
  • Erdwärmepumpe: Erde erweist sich als guter Wärmespeicher, da hier die Temperaturen das ganze Jahr über relativ konstant sind. Damit die Wärme auch gespeichert wird, braucht man Erdkollektoren oder Erdwärmesonden. Letztere kommen zum Einsatz, wenn das Grundstück für Erdkollektoren zu klein ist.
  • Luftwärmepumpe: Dies ist die günstigste und auch unkomplizierteste Form der Wärmepumpe. Sie nutzt die Umgebungsluft als Wärmequelle, daher müssen weder Brunnen gebaut, noch Sonden in die Erde geschoben werden. Sie eignet sich hervorragend für den sanierten Altbau und funktioniert am besten als Ergänzung zu anderen Heizsystemen.

Egal, welche Form der Wärmepumpe gewählt wird: Ideal funktionieren sie nur in gut gedämmten Häusern und machen sich so auf lange Sicht bezahlt. Wer nachhaltig Kosten sparen will, sollte also nicht bei der Isolierung damit anfangen.


Wie funktionieren Wärmepumpen überhaupt?

Wärmepumpen funktionieren im Prinzip wie ein Kühlschrank, nur andersrum. Es gibt einen geschlossenen Kreislauf, dem die Umgebungswärme (welcher Form auch immer) zugeführt wird. Über ein Kältemittel wird diese übertragen und zum Verdampfer geführt. Hier kocht das flüssige Kältemittel schon bei niedrigen Temperaturen und verdampft.

Der Druck steigt und damit auch die Temperatur des Kältemittels. Das heiße Kältemittel strömt weiter zu einem Wärmetauscher, in dem die gewonnene Umweltwärme auf das Heizsystem übertragen wird. Das Kältemittel kühlt wieder ab, verflüssigt sich und ist bereit für den nächsten Einsatz. So beginnt ein ewiger Kreislauf der Wärmegewinnung. 


Nachhaltige Energiequelle

Wasser, Erde und Luft sind natürliche Ressourcen, die quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen. Somit macht man sich unabhängig von fossilen Brennstoffen und unberechenbaren Preisen. Man bezahlt nur mehr die Betriebskosten, da auch der Wartungsaufwand äußerst gering ist. Nach ein paar Jahren macht sich die Wärmepumpe also bezahlt, aber auch der Umweltfaktor spielt eine große Rolle. Dadurch, dass man sich auf erneuerbare Energien stützt, wird die Umwelt nachhaltig geschont. Noch sauberer wird's, wenn man auf Ökostrom oder Solarenergie für den Betrieb setzt.

Heizkosten zu sparen, kann so einfach sein. Mit ein paar kleinen Tricks und Kniffen gelingt es jedem, sich jährlich einige Euro zu sparen. Wer noch einen Schritt weitergehen und weg von herkömmlichen Wärmequellen möchte, sollte sich Gedanken über eine Wärmepumpe machen. Besonders, wer gerade dabei ist, ein Haus zu bauen, ist mit diesem Schritt sehr gut beraten.