Heutzutage ist die Auswahl an unterschiedlichen Heizsystemen sehr groß. Die Planung ist ein wichtiges Kriterium, egal für welches Heizsystem Sie sich entscheiden: die Heizung funktioniert nur einwandfrei, wenn die Heizungsanlage richtig dimensioniert wird. Entscheidend ist auch die Frage, ob die Heizungsanlage genau an mein Haus und meine Bedürfnisse angepasst werden kann. (zB Platzbedarf des Heizsystems, Notdienste an Wochenenden und Feiertagen des Heizungsbauers, Fernwartungsmöglichkeiten der Heizung, etc.). Bei Sanierungen oder Modernisierungen ist der Wechsel zu einer Fußbodenheizung empfehlenswert sowie die Dämmung des Gebäudes.

 

Die Wahl der richtigen Heizung ist eine Entscheidung für die Zukunft:

 

1.    Wärmepumpen
Wärmepumpen nutzen erneuerbare Energien und sind unabhängig von fossilen Energieträgern. Mit Wärmepumpen können Sie Ihr Gebäude nicht nur beheizen, sondern auch im Sommer kühlen und über das ganze Jahr hinweg Warmwasser bereiten. Die Preise für Wärmepumpen variieren nach Art der Wärmepumpe. Sie benötigen keinen Lagerraum für Brennstoffe, sie sparen sich zudem jährliche Rauchfangkehrerkosten. In Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie Ihre Wärmepumpe kostenlos betreiben.  

2.    Gasheizungen
Ein großer Vorteil bei einer Gasheizungs-Modernisierung sind geringe Investitionskosten durch ausgereifte Technik sowie der geringe Platzbedarf durch die kompakte Bauform. Gas-Preis-Entwicklungen sind allerdings nicht absehbar und ein Gas-Anschluss muss vorhanden sein. Die Gefahr von Gasaustritten (Explosion, Vergiftung) bei Betriebs- oder Installationsfehlern sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die CO2 Haushaltsemission beträgt bei Erdgas 4,8 Tonnen.*

3.    Ölheizungen
Die Ölheizung erreicht mit dem Brennwerteffekt einen hohen Wirkungsgrad zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, es wird allerdings ausreichend Platz für den Heizöltank benötigt. Ölheizungen arbeiten mit fossilen Rohstoffen, sprich, die Ölpreisentwicklung ist nicht absehbar. Sie belasten die Umwelt von allen Heizsystemen am meisten und unter Umständen findet beim Betanken des Öltanks eine Geruchsbelastung im Hausinneren statt. Mit Heizöl wird unsere Umwelt mit 5,5 Tonnen CO2 pro Haushalt belastet.*

4.    Holzheizungen oder Pelletsheizungen
Sie wollen unabhängig von Öl oder Gas sein und mit Brennstoffen aus der Region umweltfreundlich heizen? Effiziente Holzheizungen punkten mit hohen Wirkungsgraden und arbeiten sogar vollautomatisch. Automatische Holzheizungen sind in der Anschaffung nicht günstig und regelmäßiges Asche-Austragen ist notwendig. Soll die Holzheizung manuell mit Scheitholz betrieben werden, sind die Anschaffungskosten geringer, allerdings muss genügend Platz für die Lagerung von Holz, Hackschnitzel oder Pellets vorgesehen werden. Die Preise für Holz sind relativ stabil und günstig. Holzfeuerungen sind sehr wartungsaufwändig. Die gesamten CO2 Haushalts Emissionen bei Holzschnitzelheizungen belaufen sich auf 0,313 Tonnen.*

5.    Solarheizungen
Möchten Sie mit umweltschonender und kostenloser Energie der Sonne heizen, benötigen Sie freie Dachflächen, optimal nach Süden ausgerichtet. Solarheizungen überzeugen mit geringem Wartungsaufwand, wenig Strombedarf, keine Lagerräume werden benötigt, ebenfalls wird kein Schmutz erzeugt. Hohe Anschaffungskosten schlagen sich bei Solarheizungen zu Buche. Zumeist ist ein alternatives Heizsystem notwendig, da die Kollektorflächen zu klein für den gesamten Heizbedarf sind und die Energieerzeugung abhängig von der Sonne ist. Eine Wärmepumpe ist die optimale Ergänzung, um die Effizienz und Nachhaltigkeit dieses Systems zu perfektionieren.

6.    Hybridheizungen
Eine Hybridheizung besteht aus einer Kombination von mindestens zwei der oben genannten Heizsysteme mit allen Vor- und Nachteilen. Hybridheizungen schonen fossile Energieträger und bestehen meist aus zwei Technologien, die in einem Kompaktgerät kombiniert werden. Sie eignen sich vor allem in energieeffizienten Gebäuden, wenn der Temperatur-Unterschied zwischen Umweltenergiequelle und Heizsystem niedrig ist. Je nachdem mit welchem Brennstoff die Hybridheizung betrieben wird, kommen zur Anschaffung der Hybridheizung nochmals einige Tausend Euro für einen Heizöltank, eine Flüssiggas-Anlage oder einen Gasanschluss hinzu.

7.    Elektroheizungen
Geringe Investitionskosten, einfache Installation bei Neubau und Sanierung und geringster Platzbedarf sind nur einige Vorteile, die Elektroheizungen zu bieten haben. Elektroheizungen sind dafür im Verbrauch sehr teuer, das heißt, es ist nicht gewiss, ob sie den hohen Energieeffizienz-Anforderungen an dauerhaft bewohnten Gebäuden standhalten können. Oftmalig ist Heizen mit Strom jetzt schon bei neuen Häusern oder Wohnungen nicht mehr zulässig.

 

Wenn Sie Ihre Heizkosten dauerhaft senken wollen, zudem noch den Wert Ihrer Immobilie steigern wollen, ist die Modernisierung Ihrer Heizungsanlage die effektivste Methode. Machen Sie sich unabhängig von steigenden Energiepreisen und schonen Sie somit unsere Umwelt und Ihr Budget!

 

* Quelle zur Berechnung der CO2-Haushaltsemissionen: www.myclimate.org (Berechnungen wurden laut folgender Grundlagen durchgeführt: Baustandard zwischen 1991 und 2005, 150 m2 beheizte Wohnfläche, Ökostrom, Land Österreich)