Eine Trendwelle schwappt über Europa. Eine, auf der wir gerne mitschwimmen! Denn: Erneuerbare Energien sind top, fossile Energieträger flop! Die Homebase von Heliotherm – Tirol – will bis zum Jahr 2050 Öl und Co. die kalte Schulter zeigen. Der erste Schritt: Anfang des letzten Jahres hat das Land Ölheizungen in Neubauten einen Riegel vorgeschoben. Das neue It-Produkt: Wärmepumpen. Und Pellets. Aber was können die beiden? Was ist besser? Und wie sollte man sich da entscheiden? Fragen über Fragen. Hier kommen die Antworten.

 

Die Sache mit dem Geld.

Klare Sache: Geld sparen will jeder. Gerade wenn schon die Sanierung der eigenen vier Wände auf das Geldbörserl drückt, will man mit einer Modernisierung der Heizung nicht noch ein zusätzliches Loch hineinreißen. Daher die Frage der Fragen: Was ist günstiger? Pellets oder Wärmepumpe? Der Kampf beginnt…

Eines vorweg: Eine Sanierung macht immer Sinn. Nicht nur der Umwelt zuliebe. Auch dein Konto wird vor Freude jauchzen. Ein thermisch saniertes Einfamilienhaus kann seine Energiekosten im Schnitt um 60% senken! Dazu zählt einerseits die richtige Dämmung und andererseits die Modernisierung des Heizsystems.

Die Österreichische Energieagentur hat sich da hingesetzt und das Ganze mal genauer unter die Lupe genommen. Dabei sind nicht nur die Brennstoffpreise, sondern gleich das ganze Paket untersucht worden: Anfallende Kosten, Wartungs- und Instandhaltungskosten etc. Eben einfach alles, was dir Geld aus der Tasche zieht, während du einfach nur im wohlig warmen Wohnzimmer auf der Couch flanieren willst.
Zusätzlich gibt es die Unterscheidung zwischen thermisch unsaniertem, thermisch saniertem und neugebautem Einfamilienhaus. Das Ergebnis? 2018 konnte die Wärmepumpe sowohl beim Neubau, als auch im thermisch sanierten Eigenheim Platz 1 erreichen!

Und heute? 2020 konnte die Wärmepumpe mit Förderungen den 2. Platz erreichen. Direkt hinter der Heizung mit Erdgas. Warum das so ist? Ganz simpel: 2018 war Erdgas noch deutlich teurer und 2020 eben billiger. Aber weißt du was? 2021 könnte es schon wieder teurer werden! Will heißen: Mit fossilen Energieträgern unterliegst du ständigen Preisschwankungen, die dich einiges kosten können. Die nachhaltige Variante ist aber stabil: Da freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Kontostand.

 

Die Sache mit der Umwelt.

Wusstest du schon, dass 10% der Treibhausgase in Österreich auf das Konto der Gebäude gehen? Deswegen darf der Aspekt natürlich nicht außen vor gelassen werden: Denn neben der finanziellen Geschichte liegt uns auch die Umwelt am Herzen. Aber wer ist umweltfreundlicher? Wärmepumpe oder Pellets? Der Kampf geht in die nächste Runde…

Die liebe Wärmepumpe bezieht sagenhafte 75% ihrer Energie aus der Umwelt. Das ist die Sache mit den unbegrenzten Wärmequellen: Luft, Erde und Wasser. Nur die restlichen 25% werden von der Steckdose gezapft. Und etwaige CO2-Ausstöße sind beim Tausendsassa sowieso kein Thema.

Aber wie sieht es mit den Pellets aus? Die kleinen Presslinge werden verbrannt (sie sind quasi die moderne Variante des Holzofens). Dadurch wird CO2 in die Umwelt gepustet. Es wird zwar teilweise argumentiert, dass sie trotzdem als CO2-neutral gelten, weil sie aus Abfällen der Holzwirtschaft hergestellt werden und nur genau soviel Kohlenstoffdioxid freisetzen, wie der Baum aus der Luft gefiltert hat. Aber eines ist klar: Wenn eine Wärmepumpe die Arbeit verrichten darf, wird eindeutig an CO2 gespart. Die Umwelt-Medaille geht also auch an die liebe Wärmepumpe...

 

Die Sache mit dem Platz.

Es steht 2:0 für die Wärmepumpe. Next Topic: Der Platz. Der Mythos hält sich hartnäckig, dass die Wärmepumpe viel Platz braucht. Aber Tatsache ist: Pellets müssen ja auch irgendwo gelagert werden. Es stellt sich also die Frage: Wer braucht mehr Platz?

Eines ist klar: Einen gewissen Platz brauchen beide. Und es kommt natürlich auch darauf an, welche Wärmepumpe du dir installieren lässt. Aber schauen wir doch mal zu den Pellets: Wo früher Holzscheite gelagert werden mussten, brauchst du bei der Pelletsheizung eben einen Lagerplatz für die Pellets. Dadurch, dass die Zufuhr auch automatisch passiert, sollte darauf geachtet werden, dass sie in der Nähe der Heizanlage gelagert sind. Und für die Verbrennung brauchst es natürlich auch noch einen Schornstein, inklusive händischer Asche-Entfernung und Rauchfangkehrer.

Bei der Wärmepumpe? Naja, da brauchst du weder das eine noch das andere. Und schon gar keinen Rauchfangkehrer. Du brauchst nur ein bisschen Platz für dein Gerät und das war es. Dadurch, dass sie auch sehr wartungsarm ist, fallen dafür fast keine Kosten an. Damit hätten wir einen Sieger: Die Wärmepumpe! Once again.