Wenn man heute die Heizung aufdreht, ist das ein ganz selbstverständlicher Vorgang. Wer friert, macht wärmer und die Zentralheizung im Keller regelt die Heizkraft vollautomatisch mit. Das war natürlich nicht immer so, denn die Heiz-Zeiten ändern sich konstant. Am Anfang war also das Feuer, müsste es richtig heißen. Und hätten wir damals nicht das Feuer gezähmt, würde Heliotherm heute auch keine Wärmepumpen bauen. Aber mal langsam.

 

Das gezähmte Wildfeuer

Die Geschichte des Heizens beginnt wohl mit einem Lagerfeuer. Das klingt romantisch, entstand damals aber aus reiner Notwendigkeit. Als den ersten Frühmenschen nämlich langsam das Fell ausging, wurde ihnen auch schnell ziemlich kalt. Wildfeuer entstanden durch Blitzeinschläge, Wissenschaftler datieren die ersten Feuerstellen auf etwa 800.000 Jahre vor unserer Zeit. Neben der überlebenswichtigen Heizfunktion hatte das Feuer aber noch andere nützliche Vorteile, denn Wildtiere scheuten die Flammen und schmeckten als Steak besser als roh. Mit den ersten Behausungen wanderte die Feuerstelle dann in den Wohnbereich - als Herd und Heizung, das Herzstück des Haushaltes. 2000 vor Christus waren die alten Römer dann die ersten, die Heizen und Kochen trennten - mit der sogenannten Hipokaustheizung, die den Baukörper mit in Hohlräumen zirkulierender Heißluft wärmte. Geheizt wurde übrigens mit einem stetig lodernden Holzfeuer.

 

Treibhaus mit Zentralheizung

Sparsamkeit war dem wohlhabenden Weltreich eher ein Fremdwort - für den Betrieb der Hipokausten wurden laut Archäologen ganze Wälder zu Brennholz verarbeitet. Mit dem Untergang des römischen Reiches ging auch das Wissen um die römische Hohlraumheizung verloren. Im Elsass und der Nordwestschweiz gefundene Keramiktafeln aus dem 9. Jahrhundert belegen allerdings die frühe Entstehung von Kachelöfen im Alpenraum. Die speziell gebrannten Kacheln konnten Hitze speichern und machten den winterlichen Heizbetrieb somit effizienter und günstiger. Während des gesamten Mittelalters blieb das Prinzip der “Einzelraumbefeuerungsstätten” dabei dominant, erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Idee der heutigen Warmwasser-Zentralheizung geboren. Kurios: Eingefallen ist das dem Schweden Marten Trifvald, der damit 1716 ausgerechnet sein Treibhaus heizen wollte.

 

Der fossile Wendepunkt

Bis zum großen Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg blieb die private Zentralheizung aber vornehmlich wohlhabenden Häusern vorbehalten. Einen fossilen Wendepunkt in der Holzfeuer-Tradition stellte vormal aber vor allem die Industrielle Revolution zu Beginn des 19. Jahrhunderts dar. Die zunehmende Urbanisierung ließ die privaten Lebensräume schrumpfen und auch die Öfen mussten kleiner werden. Kompakte Stahlöfen lösten die wuchtigen Kachelöfen und Stuben der Landhäuser ab, geheizt wurde mit Kohle. Das Stadtbild der Industriestädte war von Ruß und schwarzen Rauchschwaden gezeichnet. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts führte der Weg von festen Brennstoffen wie Holz und Kohle hin zu flüssigen Energieträgern wie Gas und Öl - mit den Neubauten der Nachkriegszeit wurden dafür neue und komplexe Versorgungsnetze verlegt.

 

Die Zukunft heißt Natural Technology

Der letzte große Wendepunkt in der Wärmetechnik geschah in den 1970er Jahren, als mit der großen Ölkrise erstmals auch über alternative Energieträger nachgedacht wurde. Solarenergie, Wind- und Wasserkraft, aber auch erste geothermische Gehversuche (Erdwärme) markierten den Beginn eines neuen Energiezeitalters. Auch der junge Andreas Bangheri erlebte die Auswirkungen der ersten Ölkrise im Tiroler Unterland hautnah und begann in der Garage an der ersten eigenen Wärmepumpe zu tüfteln. Dreißig Jahre später steht die Welt im Schatten der Klimakrise heute bereits am Beginn der nächsten Energierevolution. Und Heliotherm? Die sind heute längst europäischer Technologiemarktführer für Wärmepumpen und heizen Privat- und Industriebauten effizient und nachhaltig mit Energie aus Erde, Luft und Wasser. Ein besonders grünes Vorzeigebeispiel: Heliotherm Natural Technology, die effizienteste Erdwärmepumpe am Markt. Nach gut 800.000 Jahren Heizgeschichte ist alles andere auch wirklich von gestern.