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CO2-Tiefensonde

CO2-Tiefensonde

Die Sonde entzieht dem Erdreich durch selbstständige Zirkulation Energie.

Eine Erdwärmepumpe mit einer CO2-Tiefensonde ermöglicht die Nutzung von Erdwärme für das Heizen. Das Prinzip ist so genial wie einfach: Mit einer Tiefenbohrung wird ein Rohr in den Erdboden eingebracht. An den Wänden dieses Rohres fließt flüssiges (weil relativ kaltes) Kohlendioxid (CO2) herunter. In den wärmeren Schichten des Untergrunds erwärmt sich das CO2 und ändert seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig. Die Folge dieser Änderung: Das CO2 steigt wieder nach oben, gibt dort über einen Kondensator die Wärme ab und wird dadurch wieder flüssig. Dieser Kreislauf wird für eine Erdwärmeheizung genutzt.

Vorteile einer CO2-Tiefensonde:

Der Einsatz einer CO2-Tiefensonde für die Nutzung der Erdwärme ist eine moderne Art der Erdwärmetechnik und weist eine Reihe von Vorteilen auf. Das Grundwasser wird dadurch weniger stark gefährdet, denn CO2 ist in dieser Beziehung ein umweltfreundlicher Stoff. Wasserrechtliche Bestimmungen erlauben daher für CO2-Sonden tiefere Bohrungen. Kohlendioxid greift zudem auch die Bauteile nicht an. Bewegliche Teile werden bei einer CO2-Sonde nicht benötigt, was erheblich zur Lebensdauer des Systems beiträgt.