Berichten kann man über Heliotherm viel: Technologie, Innovation, Nachhaltigkeit und Serviceleistungen können sich sehen lassen. Besonders anschaulich gestaltet sich die Beweisführung aber am Besten anhand eines lebensechten Beispiels. Ein besonders eindrückliches solches Beispiel wurde beim Stanglwirt***** in Going bei Kitzbühel am Wilden Kaiser realisiert. Ein Bio-Wellnesshotel mit Vorbildwirkung: Bei der Erweiterung des Wellness-Areals wurde nämlich auch die Kraft der Natur nachhaltig in den Energiehaushalt eingebunden. Konkret mit einem geothermischen Wärmepumpensystem von Heliotherm. Denn das Bergwasser vom Kaisergebirge birgt im Untergrund quasi unerschöpfliche Wärmeenergie - die lässt sich mit einer Wärmepumpe  einfach anzapfen und nutzen. Ein tiefenwirksames Upgrade also - im Wellnessbereich, wie im übrigen Energiehaushalt. Wie das nun genau funktioniert und sich im Alltag bemerkbar macht, haben wir darum einfach mal nachgefragt: Sechs Fragen an den Stanglwirt, und sechs Antworten für eine nachhaltige Zukunft.

 

1. WER?  

Vielleicht ein paar Worte zum Stanglwirt vorweg: Stellt euch doch bitte mal kurz vor! Was ist eure Philosophie, der Grundgedanke der euch in eurem nachhaltigen Schaffen antreibt?

Stanglwirt: Luxushotel oder Bio-Bauernhof? Der Stanglwirt in Tirol ist beides. Mit viel Leidenschaft wandelte Familie Hauser den traditionsreichen 400 Jahre alten Gasthof am Fuße des „Wilden Kaisers“ in ein international renommiertes Bio- und Wellnessresort. Seit fast 300 Jahren befindet sich das Hotel in Familienbesitz. Für Familie Hauser ist der verantwortungsbewusste Umgang mit der Umwelt und den zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht erst “seit es zum guten Ton gehört” eine Herzensangelegenheit. „Bio“-Hotel heißt der Stanglwirt seit 1980 – lange, bevor es die heute bekannten Bio-Siegel überhaupt gab. Balthasar Hauser hat das Bio-Hotel aus Überzeugung mit natürlichen Materialien aus der Region gebaut. Ziel war es das Bio-Hotel in die Natur zu integrieren und zum Bau zu verwenden was die Natur lokal zur Verfügung stellt: Hier vor allem Vollholz, Naturstein und Schafwolle. Auch die biologische Landwirtschaft, das Verwenden von Produkten aus der Region, und das Nutzen von nachhaltiger Energie gehören für den Stanglwirt seit jeher zum Selbstverständnis. Mit Pioniertaten wie begrünten Dachflächen, der mit dem Innovationspreis ausgezeichneten Rindenheizung (Anm: hauseigenens Biomasse-Kraftwerk!) und weiteren richtungsweisenden Ideen stellte der Stanglwirt schon früh die Weichen für nachhaltiges Wirtschaften.

  

2. WARUM? 

Stanglwirt autark: Mit eigenem Biomasse-Kraftwerk und Heliotherm Wärmepumpensystem seid ihr ja ziemlich autark am Start. Aber: Warum überhaupt Wärmepumpe wenn man schon Biomasse hat? Wie verteilt sich die Energiegewinnung? (Brauchwasser, Wärme, Kälte, Lüftung, Heizung, Strom, Spitzenlast) Und: Woher kommt die benötigte Restenergie? 

Stanglwirt: Der Tourismusbetrieb Stanglwirt hat einen Gesamtenergiebedarf von ca. 12 MWh/Jahr. Das unterteilt sich in ca. 7 MWh für Heizung/Kühlung und respektive 5 MWh für elektrischen Strom. Das vorhandene Biomasse-Heizwerk arbeitet zuverlässig, hat aber nur eine begrenzte Kapazität, da es schon vor 40 Jahren geplant und errichtet wurde. Seither hat sich der Energieverbrauch natürlich verändert und vervielfacht, sodass zusätzliche Energiequellen erschlossen werden mussten. 

Zunächst wurde die fehlende Wärmeenergie durch Erdgas und Flüssiggas bereitgestellt. Seit unserem Umbau 2014 wird nun Grundwasser als Wärmequelle genutzt und damit ein Großteil des Erdgasverbrauches durch erneuerbare Energie ersetzt. Spitzenlasten werden entsprechend durch Erdgas ausgeglichen. 

Der Bedarf an elektrischer Energie ist in den letzten Jahrzehnten ebenfalls stark gestiegen. Diese Energie wird heute zu 100% aus Ökostrom bereitgestellt. Allerdings ist die hauseigene Stromerzeugung mittels Photovoltaikanlage bereits in zukünftigen Ausbaukonzepten vorgesehen.

 

3. WOHER? 

Stichwort Wellness: An sich ja eigentlich kein sonderlich nachhaltiger Lebensstil. Wie schafft ihr das trotzdem? Also: Woher kommt die Sauna-Wärme, wie wird der Pool geheizt, wie funktioniert die Kühlung im Sommer? Alles automatisch, digital und smart? 

Stanglwirt: Die Wellnassanlagen werden fast ausschließlich mit den Grundwasser-Wärmepumpen von Heliotherm beheizt. Glücklicherweise steht Grundwasser hier in großer Menge zur Verfügung. Das Grundwasser wird darum gleich mehrfach genutzt: Abgekühltes Wasser aus den Wärmetauschern wird wieder zur Kühlung genutzt - aufgewärmtes Wasser aus den Kühlungen wird wieder zum Heizen genutzt - und der Kreislauf beginnt von vorne. Das Wasser wird dabei weder verunreinigt noch verbraucht sondern nach Durchlauf des Systems an die Natur zurückgegeben. Das gesamte System funktioniert dabei vollautomatisch: Das Fachpersonal überwacht über die Gebäudeleittechnik die Messwerte und kann bei Unregelmäßigkeiten sofort eingreifen und allfällige Mängel beheben (Filter reinigen, Maschinenausfälle reparieren etc.).

 

4. WAS? 

Welche besonderen Vorteile haben sich für euch durch das Umrüsten auf Wärmepumpentechnik  von Heliotherm ergeben? 

Stanglwirt: Hauptsächlich sind die geringeren Energiekosten und der emissionsfreie Betrieb als die größten Vorteile zu bezeichnen. Verglichen mit einem herkömmlichen Heizöl-Haushalt dieser Größenordnung spart Heliotherm Energie im Umfang von ca. 115.000 Liter Heizöl pro Jahr, spart damit 300.100 kg CO2-Emissionen und verhindert auch etwa 97.000 mg Feinstaub-Belastung pro Jahr. Der emissionsfreie Betrieb der Wärmepumpen bringt auch baulich und genehmigungstechnisch große Vorteile (geringer Platzbedarf, keine Emissionsauflagen, beliebige Situierung auch im Gebäude, keine Störung des Hotelbetriebes, kein Lärm etc.).

 

5. WIE? 

What a feeling! - Wie fühlt sich Behaglichkeit mit Wärmepumpe im „real life“ denn nun an? Merkt man das überhaupt? 

Stanglwirt: Ohne das Wissen über die Herkunft der Energie gibt es eigentlich keinen Unterschied im "feeling". Aber durch das Bewusstsein, dass der Wärmegenuss des Wassers und der Wellnessanlagen ohne schädliche Emissionen erzeugt wird, entsteht ein zusätzliches "gutes Gefühl". Wir nennen das liebevoll den 6. Stern des Stanglwirt! 

 

6. HOW-TO? 

Vorbildwirkung hat einen (Innovations-)Preis: Was würdet ihr einem Betrieb/Haushalt empfehlen, der euren nachhaltigen Fußstapfen folgen möchte? 

Stanglwirt: Information und Bildung ist der Schlüssel zur Motivation um zukunftsfähige Lösungen zu schaffen! Konkret müssen die Informationen flächendeckend kommuniziert werden um nachhaltig tiefgreifende Veränderung zu gewährleisten: Führungsebene, Mitarbeiter, Gäste und Öffentlichkeit müssen gleichermaßen angesprochen werden.

Maximaler Komfort (im Sinne einer Gesamtbetrachtung) kann nur durch umweltgerechte Lösungen erzeugt werden! Warmes Wasser bedeutet hoher Comfort *****/warmes Wasser und gutes Gefühl dabei, bedeutet darum maximaler Comfort ******. Sechs Sterne eben!

Wenn die Motivation da ist, und der Rechenstift auf Nachhaltigkeit gespitzt ist, dann gehen Investitionsentscheidungen automatisch in die richtige Richtung. 

 

Zukunft nach Maß.

Dem ist ja eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer ganz besonders herzlichen Dank an den Stanglwirt natürlich, für's Rede und Antwort stehen! Man sieht (und liest) an diesem Referenzbeispiel wie sich nachhaltige Energiekonzepte  auch großflächig maßgeschneidert realisieren lassen. Heliotherm stellt bei solchen individuellen Lösungen nicht nur langjährige Erfahrung und umfassendes Know-How eindrucksvoll unter Beweis, sondern liefert mit tatkräftigen Partnern einen wertvollen Beitrag für eine grüne Zukunft. So lacht man mit Heliotherm der Energiewende entgegen und die Geldbörse lacht erleichtert mit. Morgen ist heute schon gestern - wer früher den ersten Schritt macht, ist auch entsprechend schneller am Ziel: Mit Heliotherm als Wegbegleiter kommt der Vorsprung gleich inklusive. Wer das selbst erleben möchte, besucht den Stanglwirt und schaut sich die Zukunft dort aus der Nähe an. Hier abschließend ein kleiner Hinweis für Zuhause: Nachmachen absolut erlaubt! Wer wissen will wie, fragt Heliotherm.