Eigentlich wird es ja gerade Sommer. Darum wäre wohl nun auch die beste Gelegenheit darüber zu schreiben, dass manche Heliotherm Wärmepumpen sogar Kühlen können. Eigentlich. Denn es ist kalt, geradezu frostig. Eisheilige gibt es fünf, so erzählt der Volksmund die Legende von der Kälte im Mai. Namentlich heißen diese Frostboten Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Irgendwann Mitte Mai ziehen die Bischöfe und kirchlichen Märtyrer aus dem 4. Und 5. Jahrhundert mit eisigen Winden durchs Land und bringen winterliche Temperaturen. Bevor man da die Wärmepumpe auf kühlenden Sommerbetrieb schaltet, lässt man sich doch lieber eine heiße Badewanne ein. Oder setzt sich mit Quietscheentchen und Champagnerglas einfach in den beheizten Pool, denn auch das ist mit Wärmepumpe möglich.

 

Die perfekte Wanne

Eine herkömmliche Badewanne braucht etwa 120 bis 200 Liter Warmwasser für ein wohltuendes Vollbad. Wie heiß man sich das Bad einlässt, ist zwar abhängig von den persönlichen Wohlfühlvorlieben, bewegt sich aber irgendwo zwischen Körpertemperatur (36°C) und etwa 45°C - denn ab dieser Temperatur nimmt das Eiweiß in unseren Körperzellen langsam Hitzeschaden. Ein Spiegelei in der Pfanne führt da anschaulich vor Augen was mit Eiweiß bei Hitze so passiert. Zwar verwandelt man sich bei ein paar Grad mehr nicht gleich in ein wachsweiches Frühstücksei, die hohen Temperaturen sind für den Körper aber außerordentlich anstrengend. Weil unser Körper im Wasser durch Schwitzen nämlich nicht kühlen kann, steigt die Körperkerntemperatur und wirkt auf uns fast wie Fieber. Nach vermeintlich wohltuender Wärme fühlt man sich erschöpft und müde, leidet unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. 

Auch die Zeit in der Wanne sollte 15-20 Minuten nicht überschreiten, denn unsere Haut weicht im Wasser auf. Darunter leidet der natürliche Schutzfilm und kann bei übermäßigem Badevergnügen Schaden nehmen. Hier gilt die Faustregel: Je trockener die Haut, desto kürzer das Bad. Wer seine Haut nach dem Bad dann mit Cremen pflegen möchte, sollte nach der Wanne lieber noch ein bisschen warten. So lange nämlich, bis sich das Körperklima wieder auf die Umgebungstemperatur eingependelt hat. Sonst verschließt man sämtliche Poren mit einem frischen Fettfilm und schwitzt dann erst recht.


Wasser und Leben

Wasser ist die Grundlage des Lebens, da ist sich die Wissenschaft einig. Sogar im Wasser selbst findet sich Leben, denn Mikroorganismen sind überall: Im Erdboden, im Essen, in unserem Körper und eben auch im Wasser. Die meisten dieser Kleinstlebewesen sind für uns Menschen aber völlig ungefährlich. Auch die Trinkwasserqualität wird in Österreich durch strenge Trinkwasserverordnungen und regelmäßigen Qualitätsprüfungen geschützt. Einzig im häuslichen Warmwasserspeicher können sich unter den richtigen Bedingungen Legionellen bilden. Kleine stäbchenförmige Bakterien, die in zu hoher Konzentration beim Menschen die sogenannte “Legionärskrankheit” auslösen können. Erkennbar durch Übelkeit, Schüttelfrost, Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl. Damit aber selbst die Legionellen absolut keine Chance haben, wird das Wasser in allen Heliotherm Warmwassersystemen auf mindestens 65°C vorgeheizt (Vorlauftemperatur). Schon ab 55°C haben die fiesen Legionellen nämlich keine Chance mehr. Selbst das dampfende Badewasser könnte man bei Heliotherm also bedenkenlos trinken.


Frisch- und Brauchwasser

Heliotherm bietet für das häusliche Warmwasser dann gleich zwei Lösungen: Als Frisch- oder Brauchwassersystem. Der Unterschied? Ein Frischwassersystem lagert das Wasser nicht, sondern wärmt es direkt vom Wasserspeicher (zwischen 300l und 1500l Fassungsvermögen) via Durchlauferhitzer. Eine Standalone-Lösung, die mit allen Heliotherm Wärmepumpen (und herkömmlichen Heizsystemen) kombinierbar ist: Energiesparend, effizient, leise, wartungsarm und ganz ohne elektrische Zusatzheizung oder versteckte Kosten. Resultat: Immer ausreichend Frischwasser für die ganze Familie, mit optimalen Anschlussmöglichkeiten für Wärmeerzeuger, Heizsysteme, Thermometer, Temperaturfühler oder Solaranlagen. 

Ein Heliotherm Brauchwassersystem arbeitet hingegen mit eigener Brauchwasserwärmepumpe (wahlweise als Erd-, Luft- oder Rücklauf-Wärmepume). Hier wird also nicht das Haus, sondern nur das Wasser von einer eigenen Wärmepumpe geheizt. Ein bestehendes Heizsystem kann so  nicht nur entlastet werden, auch die Warmwasserbereitungskosten sinken um bis zu 65%, da die Pumpe auch nur bei Warmwasseranforderung in Betrieb geht. Dank einfachster Installation kann so auch ein bestehendes Heizsystem ganz easy aufgerüstet werden. Auch eine nachhaltige Photovoltaikanlage kann mit der Brauchwasserwärmepumpe zusammenarbeiten. Und im Sommer kann die abgekühlte Luft einer Luft-Brauchwasserpumpe dann auch wieder zur Raumluftkühlung verwendet werden. Genau wie bei einer Brauchwasser-Rücklaufwärmepumpe die Fußbodenheizung, welche die Sommerhitze dann direkt durch den Baukörper kühlt. Bis es draußen aber wieder wärmer wird, lässt man sich drinnen eben eine Badewanne ein. Und bietet den fünf frostigen Eisheiligen vielleicht sogar ein wohlwollendes Tässchen Tee im Warmen an.