Das Frühjahr ist die Zeit der Bau- und Energiemessen. Auch Heliotherm ist regelmäßig auf zahlreichen Messen in Österreich, Schweiz, Deutschland und Italien vertreten. (Alle Heliotherm-Messetermine gibt’s übrigens hier.) Mit dabei sind dann nicht nur erfahrene Vertriebsmitarbeiter und die innovativsten Wärmepumpensysteme am Markt, sondern auch viel Fachwissen für die unzähligen Fragen der Messebesucher. Rückblickend auf die Frühjahrsmessen dieses Jahres hat Heliotherm die häufigsten Fragen der Besucher und Interessenten hier noch einmal gesammelt und beantwortet.

 

Häuslbauer*In: Welche Wärmepumpen habt ihr im Sortiment?

Heliotherm: Unser Produktsortiment beinhaltet Luft-, Erd- und Wasserwärmepumpen. Wobei wir bei den Erdwärmepumpen noch zwischen Erdkollektorwärmepumpe und Solewärmepumpe unterscheiden. Auch bei den Luftwärmpumpen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ein Split- oder ein Kompaktgerät.

 

Welche Wärmepumpe sollten wir für unseren Neubau am besten verwenden?

Heliotherm: Das ist von Bauvorhaben zu Bauvorhaben verschieden. Abhängig von der zu beheizenden Fläche, etwaiger Warmwasserbereitung, den notwendigen Kilowatt an Heizbedarf, Investitionskapital, Energiequelle und -möglichkeiten, Grundstückslage, Schutzbestimmungen, Auflagen, Förderungen, und, und, und.

Erdwärmesysteme arbeiten sehr effizient, sind aber auch mit hohen Invenstitionskosten verbunden. Luftwärmepumpen schlagen mit geringeren Anschaffungskosten zu Buche und müssen dafür auch Abstriche bei der Effizienz machen, brauchen aber weniger Platz und sind einfach zu installieren.

Genau darum ist fachkundige Beratung im Vorfeld das Um und Auf. Heliotherm arbeitet daher immer mit erfahrenen regionalen Fachbetrieben zusammen, die immer bestmögliche Beratung vor Ort garantieren. 

 

Welche baulichen Vorteile bietet eine Heliotherm Luftwärmepumpe?

Heliotherm: Bei Heliotherm bieten wir grundsätzlich zwei Systeme für Luftwärmepumpen: Hat man genügend Platz in Keller oder Heizungsraum, kann man auf eine Luft-Splitwärmepumpe zurückgreifen. Bei diesem Modell befindet sich der Außenluftverdampfer (Außengerät) im Garten und die Wärmepumpe (Innengerät) selbst steht im Haus oder Heizkeller.


Wurde hingegen kein Keller oder nur ein sehr kleiner Haustechnikraum eingeplant, kann man sich für eine Heliotherm Comfort Compact Luftwärmpumpe entscheiden. Hier stehen Wärmepumpe und Ventilatorsystem in einem kompakten Gehäuse draußen im Garten. Im Haus befinden sich dann nur zwei kleine Steuerboxen (Hydro- und Powerbox).

 

Kann man eine Luftwärmepumpe bei Sanierungsprojekten einsetzen? Eine Luftwärmepumpe bekommt die benötige Vorlauftemperatur ja gar nicht hin.

Heliotherm: Die maximale Vorlauftemperatur hat sich in den letzten Jahren auch bei Luftwärmepumpen deutlich gesteigert. Wurde das Haus thermisch saniert und die Radiatoren laufen mit einer nicht zu hohen Vorlauftemperatur, ist heute eine Sanierung mit Luftwärmepumpe durchaus möglich! Unsere Luftwärmepumpen erreichen derzeit eine Spitzen-Vorlauftemperatur von 60°C. Heliotherm Hochtemperatur-Wärmepumpen kommen sogar auf bis zu 75°C Vorlauftemperatur. Also ja, Heliotherm Luftwärmepumpen eignen sich auch für Sanierungen!

 

Ich habe 300 m² Wohnfläche, kann ich das noch mit einer Luftwärmpumpe heizen?

Heliotherm: Grundsätzlich kann man bei Niedrigenergiehäusern einen überschlagsmäßigen Energiebedarf von etwa 40 Watt Heizleistung pro m² kalkulieren. Sind die lokalen Bedingungen entsprechend günstig, kann der Kompetenzpartner beim Lokalaugenschein vor Ort natürlich auch eine Luftwärmepumpe empfehlen. Das hängt immer vom konkreten Projekt ab, ist aber möglich.

 

Wie gewinnt eine Erdwärmepumpe eigentlich Ihre Energie?

Heliotherm: Das Erdreich ist ein quasi unerschöpflicher Energiespeicher. Die im Erdboden gespeicherte Energie dient für die Erdwärmepumpe als Wärmequelle. Diese kostenlose Energie wird dem Boden mit ausgefeilter Technik entnommen und via Wärmepumpe dem häuslichen Heizkreislauf zugeführt: In der Wärmepumpe bringt die Erdwärme ein Kältemittel zum Verdampfen. Komprimiert man dieses gasförmige Kältemittel heizt es sich noch weiter auf. Dann kann diese Energie an den Heizkreislauf im Haus abgegeben werden. So werden sowohl die Heizung (Fußbodenheizung, Radiatoren) betrieben als auch das Brauchwasser erhitzt. Hat das Kältemittel all seine Wärme abgeben, verflüssigt es sich wieder und startet den nachhaltigen Kreislauf von vorn.


Um an die Energie aus dem Erdreich zu kommen, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Entweder man verlegt flächige Erdkollektoren unter der Gartenoberfläche oder lässt eine Tiefenbohrung durchführen und verwendet eine Solesonde als Energieentnahmesystem. Ob und welches der beiden Systeme für das jeweilige Bauvorhaben sinnvoll ist, kann vor Ort mit einem fachkundigen Geologen und einem Heliotherm Kompetenzpartner abgeklärt werden.

 

Wie viel kostet mich so eine Luftwärmepumpe insgesamt?

Heliotherm: Diese Frage können wir als Hersteller leider nicht pauschal beantworten, da die genauen Kosten immer vom Umfang des jeweiligen Bauvorhabens abhängen. Nach einem unverbindlichen Beratungstermin mit einem unserer Kompetenzpartner bekommen interessierte Kunden ein Angebot, bei dem alle benötigen Informationen inklusive Einbau berücksichtigt wurden.

 

Wer übernimmt dann die Wartung so einer Anlage?

Heliotherm: Der Heliotherm Kompetenzpartner, der das entsprechende Angebot gelegt und ausgeführt hat! Der Partner kennt die Anlage und das Objekt am besten und fungiert auch in Zukunft als zuverlässiger Service- und Wartungsansprechparter für den Endkunden. 

 

Und wie oft muss man eine Wärmepumpe warten lassen?

Heliotherm: Grundsätzlich ist eine Wärmepumpe ausgesprochen wartungsarm. Eine tatsächliche Wartung betrifft dann meist eher die “wasserseitigen” Geräte – also Speicher, Heizkörper und Frischwassersystem. Alle zwei Jahre kann eine Wärmepumpe allgemein auf Störungen, Ölflecken usw. durchgecheckt werden. Ebenfalls können dabei dann auch “wasserseitige” Lamellen und Abflüsse gereinigt werden, um die Lebensdauer des Systems zu verlängern. Allgemeine Systemwartungen an der Wärmepumpe können via Heliotherm-Ferwartungssytem aber auch einfach “remote” durchgeführt werden und brauchen keinen Hausbesuch.