“It is not the strongest of species that survive, nor the most intelligent, 
but the one most responsive to change.”

— Charles Darwin

 

Tiefschwarze Rauchwolken hängen über dem London des 19. Jahrhunderts. Ein junger Mann mit schütterem Haar schließt hustend das Fenster seines Arbeitszimmers. Auf dem Tisch liegen Fachbücher verschiedenster Naturwissenschaften, Skizzen von Tieren und die Notizen einer Reise zu den Galapagos Inseln. Die Kritzeleien pusteblumenartiger Gebilde auf einem kleinen Zettel würden Historiker später als die allererste Skizze eines evolutionären Stammbaumes identifizieren. Wir schreiben das Jahr 1837 und der Evolutionstheoretiker Charles Darwin ist gerade 28 Jahre alt. Draußen ist die erste industrielle Revolution in vollem Gange, Dampfmaschinen und Eisenbahnen haben Einzug in der Industrie gehalten und Kohle ist nun der Brennstoff der Stunde. Manchmal hängen die Wolken der Fabriken so tief, dass man auch tagsüber eine Kerze braucht. Drinnen denkt Darwin im Halbdunkel über den Daumen nach, denn er machte das Halten von Werkzeugen - und damit die Entstehung der Technologie - überhaupt erst möglich. 

 

The times are a changing

Darwins Ansicht nach zeichnen sich besonders erfolgreiche Spezies in der evolutionären Entwicklungsgeschichte vor allem durch ihre Anpassungsfähigkeit aus, dem Menschen verschaffte der Daumen da einen evolutionär entscheidenden Vorteil. Mit seiner Hilfe gab es in der Menschheitsgeschichte (gerade mal 300.000 Jahre) zahlreiche technologische Entwicklungssprünge. Historiker sprechen allein rückblickend auf die letzten 200 Jahre von insgesamt drei großen industriellen Revolutionen. Den großen Fortschritten gingen dabei immer auch wegweisende neue Erfindungen voraus: Die Dampfmaschine brachte die Mechanisierung der Fabriken (19. Jahrhundert), die Elektrizität die Automatisierung von Arbeits- und Rechenprozessen (20. Jahrhundert) und das Internet die digitale Vernetzung aller Lebensbereiche (21. Jahrhundert). Fossile Brennstoffe blieben jedoch seit Darwin die erste Wahl bei der Energiegewinnung. Im Hier und Jetzt der Gegenwart sehen Experten die Welt nun aber auch schon mitten im Wandel einer dringend notwendigen vierten technologischen Umwälzung. Nächste Industriestufe: Nachhaltigkeit. 

 

Industrie 4.0

Da diese vierte industrielle Revolution gerade mitten im Gange ist, ist es natürlich noch unmöglich rückblickend ihre Auswirkungen zu analysieren. Der so etwas "vorweggreifende" Begriff der "Industrie 4.0" geht auf die Forschungsunion der deutschen Bundesregierung zurück, eine Spezialistengruppe die seit 2006 große Pläne für die Zukunft (und gegen den Klimawandel) schmiedet. (Auch interessant: Die Morgenstadt - die Antwort auf den Klimawandel). Die deutsche Forschungsunion formulierte über die Jahre industrielle Zukunftsstrategien für Europa, die grundlegend auf Prinzipien der Nachhaltigkeit aufgebaut sind. Flächendeckend smart vernetzt in allen Bereichen - Klima, Energie, Wasser und Mobilität. All das braucht viel Energie. Und auch die muss in Zukunft nachhaltig erzeugt werden, da sind sich die Zukunftsexperten einig. Denn unsere fossilen Ressourcen sind nur begrenzt verfügbar, das stellte schon 1972 auch schon der Club of Rome (europäischer Think-Tank für Zukunftsfragen) in seiner Publikation "Die Grenzen des Wachstums” mit alarmierender Deutlichkeit fest. Die technischen Grundlagen einer nachhaltigen Industrie 4.0 bilden laut Forschungsunion intelligent vernetzte Systeme und eine umfassende Energiewende zu erneuerbaren Energieträgern. Die smarteste grüne Energie-Alternative für die Industrie heißt übrigens Wärmepumpe, stellte die TU Wien kürzlich in einer Wirtschaftlichkeitsanalyse fest. Und die effizientesten Wärmepumpen kommen sogar aus Österreich - genauer gesagt von Heliotherm.

 

Entwicklung für die Zukunft

In der Entwicklungsabteilung von Heliotherm in Langkampfen in Tirol wird mittlerweile seit über 30 Jahren erfolgreich Zukunftsgeschichte geschrieben. Hier werden nachhaltige Energieträger wie Erde, Wasser und Luft ganz ohne fossile Ressourcen effizient nutzbar gemacht - für die private wie industrielle Anwendung. Geht es nach den Klimazielen der Österreichischen Bundesregierung, soll die nachhaltige Energiewende nämlich schon bis 2030 großflächig umgesetzt sein - eben vor allem in der Industrie. Große Veränderungen bringen da natürlich auch große finanzielle Herausforderungen mit sich. Darum setzt seit März ein zusätzlicher “Raus aus Öl - Bonus” der Bundesregierung attraktive neue Anreize für den industriellen Wechsel auf die Wärmepumpe. Im Gegensatz zum privaten Haushalt (nur Sanierung), erhalten Betriebe (und Gemeinden) die neue Sonderförderung nämlich auch für betriebliche Neubauten. Seit März können die entsprechenden Anträge ausschließlich online ausgefüllt werden. Übrigens: Der Förderfonds der Bundesregierung von 42,7 Millionen Euro ist mit 3.230 Anträgen nach nur einem Monat auf 26,1 Millionen Euro geschrumpft. Schnell sein lohnt sich also.

 

Future: Update available

Kleine Voraussetzung für einen positiven Bescheid: Die thermische Leistung der neuen Wärmepumpenanlage muss jedenfalls unter 100kW liegen (hier die genauen Bestimmungen). Mit individuellen Industrielösungen von Heliotherm wird die Wärmepumpe übrigens auf jeden Anspruch maßgeschneidert. (Internationales Vorbildbeispiel aus der Heliotherm-Referenzenliste: Das Congress Centrum Alpbach. Mit drei gekoppelten Erdwärmepumpen, integrierter Warmwasserbereitung und  Photovoltaik-Fassade - hier nochmal zum nachlesen.) Bei gleichzeitiger Kopplung mit einer effizienten Photovoltaikanlage (wird separat gefördert) arbeitet die Industrie dann nämlich überhaupt gänzlich unabhängig, smart (stufenlos modulierend) und umweltfreundlich. Bestens gewappnet für die Herausforderungen einer sauberen Zukunft? Die besten Entwicklungen glänzen bekanntlich durch ihre Anpassungsfähigkeit. Da hätte wohl auch Charles Darwin zwei Daumen hoch gegeben und sein Fenster wieder aufgemacht.