Herbst! Das heißt auch Heizsaison: Also wohlig warm zusammenkuscheln, hausgemachten Hagebuttentee genießen und die langen Abende gehören endlich wieder den gemeinsamen Lieblingsserien. Damit die Heizsaison dann aber keine frostigen Überraschungen bereithält, sollte man jedes Heizsystem vor der winterlichen Inbetriebnahme gründlich vom Spezialisten durchchecken lassen.


Bei Ofen und Ölheizung kommt der Schornsteinfeger, auch die Gastherme braucht einen Fachmann für die Feinjustierung. Natürlich braucht auch eine High-Tech-Wärmepumpe von Heliotherm den passenden Spezialisten. In und um Stuttgart bietet beispielsweise die Firma “Nick Wärmepumpen GmbH” sämtliche Serviceleistungen für den Heiz-Start mit Heliotherm. Chefspezialist Oliver Nick wurde anno 2012 sogar zum “Wärmepumpenprofi des Jahres” gekürt. Pünktlich zur diesjährigen “Service-Saison” haben wir den Meisterbetrieb darum einfach mal bei der Arbeit besucht.

 

Herr Nick. Ihr Betrieb "Nick Wärmepumpen GmbH" in Leonberg ist seit über 20 Jahren erfahrener Spezialist für Wärmepumpen in der Region Stuttgart. Möchten Sie Ihr Leistungsspektrum vielleicht kurz vorstellen?

Nick: Wir installieren Wärmepumpen für die Wärmequellen Luft, Erdwärme und Grundwasser. Zusätzlich kombinieren wir – abhängig von der Anwendung - Wärmepumpen mit Solarthermie- und PV-Anlagen. Weitere wichtige Betätigungsfelder unseres Betriebs sind Lüftungsanlagen sowie Elektroinstallationen.

 

Sie sind Heliotherm-Partner. Warum haben Sie sich für eine Partnerschaft mit Heliotherm entschieden?

Nick: Das war nun vor ziemlich genau 21 Jahren, im Herbst 1998, als wir uns für Heliotherm als Partner entschieden haben. Der Grund für die Zusammenarbeit waren damals bereits sehr hohe Leistungszahlen im Vergleich zu anderen Wärmepumpen-Herstellern. Bis heute zeichnen sich Produkte von Heliotherm durch exzellente Leistungszahlen aus - auch der Geräuschpegel der neuen Außenluftverdampfer ist extrem niedrig. Die Heliotherm-Verdampfer gehören hier laut Austrian Institute of Technology (AIT) überhaupt zu den leisesten Geräten am Markt.


Ein weiterer wichtiger Grund für die Zusammenarbeit mit Heliotherm liegt für uns darin, dass Heliotherm flexibel genug ist, erfahrenen und innovativen Partnern wie uns Kombinationen von größeren Verdampfern mit kleineren Wärmepumpen zu ermöglichen. Mit unserer Erfahrung setzen wir beispielsweise die 8kW-Split-Luft-Wärmepumpe gerne mit den „zu großen“ HPS 80 oder HPS 120 Verdampfern ein. Die Folge sind noch leisere Geräuschpegel bei aber gleichzeitig höherer Effizienz.


Die hohe Effizienz unserer Installationen konnten wir auch anhand zweier Referenzanlagen nachweisen, die vom Fraunhofer-Institut nun seit einigen Jahren getestet werden. Die Jahresarbeitszahl des Bestandgebäudes mit einer (alten) Fußbodenheizung und einer neuen Luft-Wärmepumpe ist mit 4,6 hervorragend. Die vergleichbare Jahresarbeitszahl der Luft-Wärmepumpe mit Heizkörpern ist mit 3,9 ebenfalls sehr gut.

 

So klingt Fachwissen! Das kommt natürlich nicht von ungefähr: Ihr Betrieb ist EU-zertifizierter Wärmepumpenspezialist mit ehpa-Gütesiegel. Was bedeutet das für Ihre Kunden?

Nick: Neben der EU-Zertifizierung als ausgewiesener Wärmepumpenspezialist (die leider zunehmend an Bedeutung verliert), sind wir auch ein nach VDI 4645 ausgezeichneter Fachbetrieb. Ein Gütesiegel vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI), das forlaufende Weiterbildungen voraussetzt. Für unsere Kunden bedeutet das einfach, dass sie sich immer auf außerordentliche Effizienz unserer Wärmepumpenanlagen und lückenlose Qualität unserer Leistungen verlassen können.

 

Die Wahl der richtigen Wärmepumpe entscheidet über die Effizienz des Heizsystems. Welche Faktoren sind für eine möglichst kostengünstige, langlebige und nachhaltige Energielösung ausschlaggebend?

Nick: Bei Wärmepumpen ist eine hohe Effizienz sehr wichtig, damit die Anlagen möglichst wenig Strom für Heizung und Warmwasserbereitung benötigen. Wir legen bei unseren Anlagen großen Wert auf effiziente Systeme mit niedrigsten Betriebskosten. Besonders bei Luft-Wärmepumpen mit Außenluftverdampfer spielt auch die Geräuschentwicklung eine große Rolle. Aus diesem Grund setzen wir zum Beispiel ausschließlich Heliotherm Luft-Wärmepumpen in Splitbauweise und mit großen Verdampfern ein. Die etwas größeren Verdampfer zeichnen sich dann durch extrem geringe Betriebslautstärke aus. Es gibt also keinen Stress mit hellhörigen Nachbarn.
 

Ein Heizungs-Upgrade mit Wärmepumpe ist auch im Bestandsbau möglich. Dafür muss man oft nicht mal die alten Heizkörper tauschen. Welche Anforderungen stellt eine Wärmepumpe an das bestehende Heizsystem?

Nick: Die Wärmepumpe arbeitet am effizientesten, wenn die jeweilige Vorlauftemperatur möglichst niedrig gehalten wird. Im Bestandsbau achten wir beispielsweise darauf, dass eine maximale Vorlauftemperatur von 50-55°C nicht überschritten wird, damit die Wärmepumpe noch ausreichend effizient arbeitet. Allgemein arbeitet ein Fußboden- oder Wandheizungssystem natürlich etwas effizienter als der klassische Radiator - viele bestehende Heizkörpersysteme lassen sich aber auch mit einer modernen Wärmepumpe kombinieren.
 

Nachhaltigkeit bedeutet auch Langlebigkeit. Wie lange hält eine Wärmepumpe bei fachgerechtem Betrieb und was gilt es zu beachten?

Nick: Eine Wärmepumpe lebt bei einem fachgerechten Betrieb bis zu 25 Jahre. Wichtig ist, wie eben schon erwähnt, dass die jeweilige Vorlauftemperatur möglichst niedrig ist und die Wärmepumpe mit der patentierten Heliotherm-Modulationstechnologie ausgestattet ist, damit diese nicht immer mit „Vollgas“ betrieben werden muss. Modulierende Wärmepumpen können ihre Leistung nämlich vollautomatisch an die jeweiligen Leistungsanforderungen anpassen.

 

Wie kann man den Stromverbrauch/die Stromkosten seiner Wärmepumpe möglichst gering halten?

Nick: Den Stromverbrauch hält man niedrig, wenn die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich ist! (lacht) So ist es häufig auch sinnvoll nur wenige Heizkörper in Bestandsbauten zu tauschen, damit man das Gebäude dann auch mit einer geringeren Vorlauftemperatur von etwa 45°C heizen kann. Alternativ können z.B. auch alte Fenster ausgetauscht werden. Wenn die Fenster ohnehin sanierungsbedürftig sind, reduzieren neue Fenster den Heizbedarf und senken damit auch die Vorlauftemperatur deutlich ab. Es gibt also einige Faktoren die man für herausragende Heizeffizienz und niedrige Energiekosten unbedingt beachten sollte. Eben darum ist fachkundige Beratung vorab auch so wichtig! (zwinkert)

 

Für eine Wärmepumpe gibt es Förderungen. Welche Fördermöglichkeiten gibt es aktuell in Baden-Württemberg? Und: Bieten Sie Ihren Kunden auch Unterstützung bei der Antragsabwicklung?

Nick: In Baden-Württemberg gibt es leider keine besondere Förderung für Wärmepumpen - ausgenommen davon sind einzelne Förderprogramme von Städten und Gemeinden. Die wichtigste Förderung für Wärmepumpen ist die Förderung des BAFA´s für Wärmepumpen in Neu- und Altbau. Wir unterstützen unsere Kunden von der Antragstellung bis zum Abschluss des Verfahrens. Abhängig von der Wärmequelle (Luft, Wasser oder Erdwärme) und der Art des Gebäudes (Alt- oder Neubau) sind Zuschüsse von 2.000 € bis ca. 9.000 € möglich. Die Förderbeträge können am einfachsten online mit dem Förderrechner des Bundesverbandes Wärmepumpe berechnet werden. Hier: www.waermepumpe.de/foerderrechner

 

Vielen Dank für das Spezialistengespräch Herr Nick!