Seit über 35 Jahren ist die Firma Wechner spezialisierter Ansprechpartner für Wärmepumpen in Bayern - und einer von zahlreichen Heliotherm Partnerbetrieben. Alles begann damals damit, dass Gründervater Jürgen Wechner sich 1973 über sein ölbeheiztes Badewasser ärgerte. Beflügelt vom Pioniergeist der 70er (vor wenigen Jahren war die erste bemannte Mondlandung geglückt) tüftelte er mit einem befreundeten Kältetechniker an nachhaltigen Alternativen. Und baute seine erste Wärmepumpe schlussendlich selbst, am Hausbrunnen, mit damals beachtlicher Leistung (COP 4). Dass bei Wechners kaltes Wasser heizt, sprach sich schnell herum und so machte Jürgen Wechner die Nachhaltigkeit auch bald zum Beruf. Seit dem Generationswechsel 2015 führt Maximilian Barnickel das Traditionsunternehmen weiter - Gründervater Wechner ging mit 70 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Wir haben mit der jungen Geschäftsführung über Zukunftsfragen gesprochen: Die richtige Wärmepumpe, wo man heute einen befreundeten Kältetechniker findet und warum es jetzt auch einen Notruf für Badewasser gibt. Da Herr Barnickel zum Zeitpunkt des Interviews gerade dienstlich unterwegs war, stand Frau Barnickel uns gern Rede und Antwort.

 

Frau Barnickel. Das Unternehmen Wechner Wärmepumpen ist seit über 35 Jahren der führende Spezialist für Wärmepumpen in Bayern - und war damals einer der allerersten Heliotherm Kompetenzpartner in Deutschland. Wie kam es dazu?

Barnickel: Als gelernter Kältemeister baute unser Gründer Jürgen Wechner in den Anfängen der Firmengeschichte seine ersten Wärmepumpen selbst. Nachdem die Nachfrage dann bald immer größer wurde, haben wir schlussendlich nach einem Wärmepumpenhersteller gesucht, der unseren hohen technischen Qualitätsansprüchen gerecht wird. Bei seinen Recherchen ist Herr Wechner damals auf die ebenfalls noch junge Firma Heliotherm aufmerksam geworden. Der Rest ist längst Geschichte. (grinst)
 

Seit 2015 führen Sie die erfolgreiche Firmengeschichte fort. Welches Leistungsspektrum können Kunden bei Wechner Wärmepumpen in Anspruch nehmen?


Barnickel: Wir sind seit 1979 spezialisiert auf Wärmepumpen. Das ist und bleibt unser Kerngeschäft. Wir warten unsere Anlagen, machen den Service und sind auch an Sonn- und Feiertagen mit unserem hauseigenen Notdienst für unsere Kunden da.



Da wir ein Kältefachbetrieb sind, sind wir gleichzeitig auch Ansprechpartner für Klimageräte. Trotzdem haben wir gerade bei Neubauprojekten gemerkt, dass sich unsere Kunden einfach einen kompetenten Ansprechpartner für die gesamte Haustechnik wünschen. Aus diesem Grund haben wir uns dann auch in den Bereichen Sanitärinstallationen und Wohnraumlüftung entsprechende Kompetenzen aufgebaut. Seitdem sind wir nicht nur Spezialist für Wärmepumpen - sondern der verlässliche Allround-Partner für die gesamte Haustechnik. Alles aus einer Hand: Das gibt Sicherheit und Vertrauen. Denn wo alles effizient zusammenarbeiten soll, muss man schließlich auch überall den Durchblick haben.

 

Ihr Unternehmen wirbt mit dem Slogan “Clever heizen”. Wie heizt man heutzutage wirklich clever?


Barnickel: Ganz klar, mit einem Wärmepumpensystem aus dem Hause Wechner! (lacht) Die Herausforderung momentan ist, dass im Vergleich zu früher zwar mittlerweile viele Hauseigentümer mit Wärmepumpe heizen, aber leider nicht wirklich clever. Wärmepumpe ist nicht gleich Wärmepumpe: Um ein effizientes und betriebswirtschaftliches System zu nutzen, braucht es eine optimale hydraulische Abstimmung zwischen Wärmequelle und Heizfläche, eine passende Wärmequelle und eine adäquate Leistung der Wärmepumpe. 



Da haben wir mit unserer 40-jährigen Erfahrung natürlich einen großen Vorsprung zu vielen jungen Installateuren. Was nämlich viele Kunden vergessen: Die Installation der Wärmepumpe ist erst der Start einer langen Kundenbeziehung. Bei uns installiert meist genau der Techniker vor Ort, der dort später auch Service- und Wartungsarbeiten betreut. Wir kennen unsere Anlagen und davon profitieren unsere Kunden auch noch Jahre nach der ersten Inbetriebnahme.
 

Wechner Wärmepumpen blickt auf eine lange Referenzenliste: Über 1300 installierte Wärmepumpen. Das kann sich sehen lassen, denn: “Wärmepumpe ist nicht gleich Wärmepumpe”.  Worauf muss man achten?


Barnickel: Mittlerweile sind es sogar schon mehr als 1.450 Anlagen! (lacht) Worauf muss man achten? Wie bereits erwähnt, auf eine perfekte Auslegung der Anlage für den jeweiligen Anspruch. Vor allem aber auf eine ehrliche und offene Beratung: Viele Kunden kommen zu uns und wollen eine Luft-Wärmepumpe. Oft stellt sich im ersten Gespräch dann aber heraus, dass es nicht nur auf die Quelle ankommt, sondern auch auf die passende Technik und das passende Heizsystem. Eine andere Wärmequelle (Wasser oder Erdreich) kann vielleicht viel effizienter von der Wärmepumpe genutzt werden! Jedes Projekt steht ganz klar für sich und muss für sich entwickelt werden.



Wir beraten offen und ehrlich was möglich ist und was nicht. Konkret sind wir zum Beispiel eher zurückhaltend-realistisch bei Vorab-Berechnungen. Unsere Kunden freuen sich am Ende dann über eine noch bessere Jahresarbeitszahl, noch geringere Servicekosten und insgesamt weniger Betriebskosten.
 

Beim Thema Effizienz spricht man bei Wärmepumpen immer von der “Jahresarbeitszahl”. Was ist das eigentlich?

Barnickel: Eine Wärmepumpe nutzt die Energie aus Erde, Wasser oder Luft. Bis zu 80 Prozent der Heizlast eines Hauses gewinnt man so kostenlos aus der Umwelt. Für den restlichen Teil benötigt sie Strom. Das Verhältnis von Wärmeenergie zu den monatlichen Stromkosten ist bei durchschnittlichen Wärmepumpen irgendwo bei COP 4 bis COP 5 zu 1. Das bedeutet: Sie erhalten 4 beziehungsweise 5 kW/h Heizleistung umsonst und müssen nur 1 kW/h Strom zukaufen. Das ist die Jahresarbeitszahl. Oder anders gesagt: Wie beim Auto gibt es für Ihre Wärmepumpen-Anlage auch eine Kennzahl um das Leistungspotenzial vergleichbar darzustellen.
 

Letzte Frage: Ihr Unternehmen bietet auch einen eigenen Kundendienst - rund um die Uhr. Über sein Badewasser muss sich also auch in Zukunft niemand mehr ärgern?

Barnickel: Mit der Firmenübernahme haben wir vor vier Jahren einen Generationswechsel eingeleitet. Schritt für Schritt geben unsere erfahrenen Techniker ihr Wissen nun an eine jüngere Generation weiter. Für (mindestens) die nächsten zwei Wärmepumpengenerationen ist unser voller Service – auch an Sonn-und Feiertagen - also gesichert. (lacht)

 

Vielen Dank für das Interview!


Die Referenzbilder wurden uns von der Firma Wechner zur Verfügung gestellt und zeigen ein Heliotherm Wärmepumpensystem in Reith im Winkl.