Eine Wärmepumpe ist ein Wunderding: Sie kann nachhaltige Energieträger wie Erde, Wasser und Luft anzapfen und die darin gespeicherte Wärme zum Heizen verwenden. Ob die Wärmepumpe dabei ein kleines Familienwohnhaus heizt oder eine großflächige Industrieanlage, ändert nichts an der Funktionsweise. Aber wie macht das die Wärmepumpe eigentlich? Die wichtigste Komponente im Energiekreislauf der Wärmepumpe ist das sogenannte “Arbeitsmittel” oder “Kältemittel”. Wie das beim Technologiemarktführer funktioniert, haben uns die Technikspezialisten von Heliotherm selbst erklärt.

 

Warm und Kalt im Wechselschritt

Im Wärmepumpenkreislauf zirkuliert ein Arbeits- oder Kältemittel, das die Wärmeenergie zwischen Energieträger (Erde, Wasser, Luft) und dem Heizkreislauf im Haus transportiert. Diese “Fluide” weisen eine besonders hohe Wärmeleitfähigkeit auf und verdampfen schon bei niedrigen Temperaturen. Beste Voraussetzungen zur Wärmeübertragung in Klimaanlagen, Kühlschränken und Heizsystemen! Die Funktionsweise solcher Kältemittel ist denkbar einfach: Das Arbeitsmittel wandert zwischen Wärmequelle und Heizsystem hin und her, wärmt dabei den Wohnraum und gibt gleichzeitig die so gesammelte "Kälte" wieder an die Energiequelle ab. Bei ausgewählten Produkten von Heliotherm funktioniert das im Sommer übrigens auch umgekehrt und die Wärmepumpe kühlt den Wohnraum dann ganz automatisch auf die gewünschte Wohlfühltemperatur.

 

Das Mittel zum Zweck

Unterschiedliche Arbeitsmittel haben auch unterschiedliche Eigenschaften. Besonders wichtig sind dabei niedrige Siedetemperaturen, geringes Dampfvolumen, niedriger Verflüssigungsdruck und hohe chemische Stabilität. Die Wahl des Betriebsmittels bestimmt auch den Energieverbrauch, die Installationsmöglichkeiten sowie die Kosten der jeweiligen Anlage. Kältemittel lassen sich nach ihrer Zusammensetzung außerdem in synthetische und natürliche Verbindungen unterteilen.

Während natürliche Kältemittel wie Kohlendioxid und Ammoniak nur geringe Auswirkungen auf Umwelt und Klima haben, können synthetische Verbindungen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKW) und nicht- bzw. teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (FKW bzw. H-FKW) der Umwelt gefährlich werden. Synthetische Kältemittel weisen oft auch ein hohes Ozonszerstörungspotential auf und fördern damit den Treibhauseffekt - eine weltweite Reduktion künstlicher Kältemittel ist darum auch ein Anliegen von Heliotherm. Die leistungsstarke Natural Technology Wärmepumpenreihe  vom Technologiemarktführer nutzt als Arbeitsmittel darum umweltfreundliches Propangas.

 

R410A & R290: Das Herzblut im Heizsystem

Hocheffiziente Wärmepumpen (und Klimaanlagen) verwenden aufgrund guter thermodynamischen Eigenschaften heute hauptsächlich das synthetische Kältemittel R410A (mit je 50% Difluormethan und Pentafluorethan). Anlagen mit dem Kältemittel R410A unterliegen nämlich keinen behördlichen Einschränkungen bei der Aufstellung und der Installation. Eine deutlich klimafreundlichere Alternative bietet das natürliche Arbeitsmittel R290 (Propangas), das gerne in Kühlschränken und Auto-Klimaanlagen, aber auch in Deos, Haarsprays und Gaskochern verwendet wird. Als natürliches Kältemittel ist R290 nicht nur unbegrenzt verfügbar, kostengünstig und zukunftssicher, sondern ermöglicht auch besonders hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C - perfekt für klimabewusste Modernisierungen.

Alle Betriebsmittel werden direkt bei der Geräteproduktion oder -installation eingefüllt und anschließend hermetisch versiegelt. Nach einer fachmännischen Installation vom Heliotherm-Partnerbetrieb des Vertrauens bleibt der Kältekreislauf einer Wärmepumpe dauerhaft geschlossen und das Kältemittel kann nicht entweichen. Ist dieser geschlossene Wärme-Kälte-Kreislauf einmal fachgerecht installiert, arbeiten Heliotherm Wärmepumpen wartungsfrei. Übrigens: Wird ein Altgerät entsorgt, kann man das Kältemittel recyceln und wiederverwenden - ein nachhaltiger (Heiz-)kreislauf von Anfang bis Ende.