Ein Heizsystem hat zwischen Warm und Kalt viele Fachbegriffe. Grundsätzlich gilt nämlich: Je komplexer die Technologie hinter der wohligen Wärme, desto unverständlicher werden auch Produktbeschreibungen, Handbücher, Fachgespräche und Heizungsspezialisten. Als Häuslbauer, Heimwerker oder einfacher Heizungsbesitzer steht man da oft vor einem Rätsel. Das macht Entscheidungen beim Hausbau schwer und Einstellungen in Eigenregie praktisch unmöglich. Wir widmen uns heute darum elementaren Begrifflichkeiten rund um die Vorlauftemperatur. Wer die versteht, weiß wie (s)ein Heizsystem funktioniert - und was Wärmepumpen von Heliotherm auszeichnet.

 

Heiß und kalt im Kreislauf

Eine Warmwasserheizung funktioniert - wie der Name schon sagt - mit Warmwasser. Die Vorlauftemperatur bezeichnet die Wärme des Wassers, das aus dem Wärmeerzeuger in das Heizsystem fließt. Auf seinem Weg durch den Baukörper gibt das Wasser etwas Wärme an den Wohnraum ab und kehrt kühler in den Wärmeerzeuger zurück. Den Temperaturunterschied zwischen dem Vor- und Rücklauf nennt der Fachmann übrigens “Spreizung” - beim nächsten Servicebesuch kann man jetzt schon verständnisvoll nicken. Wo ein fossiler Brennstoff das Wasser mit Feuer heizt, wird dem Heißwasser aus dem Heizkessel im Heizungsmischer etwas Kaltwasser beigemengt, bevor es den Vorlauf durch die Heizkörper mit der richtigen Vorlauftemperatur antritt. Eine modulierende Wärmepumpe wärmt das Wasser hier nur mit so viel Energie wie eben gerade gebraucht wird. Und spart den Rest einfach bei den Heizkosten.

 

Alles eine Sache der Einstellung

Wie hoch die optimale Vorlauftemperatur im jeweiligen Heizsystem ist, hängt von vielen Faktoren ab. Eine außentemperaturgeführte Heizungsregelung mit handelsüblichen Heizkörpern liegt irgendwo zwischen 25 und 80 °C, eine Flächenheizung in Wand oder Fußboden ist da mit 25 bis 40 °C schon deutlich sparsamer. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto sparsamer heizt also auch das Heizsystem. Im Umkehrschluss: Je weniger Energie die Wärmepumpe zum Erreichen der gewünschten Vorlauftemperatur benötigt, desto schonender und länger arbeitet der Wärmeerzeuger. Wie viel Energie der Erzeuger dem Warmwasser bei jedem neuen Durchlauf zufügen muss, hängt wiederum vom Wärmeverlust unterwegs ab: Ein gut durchdachtes Leitungssystem (Serien- oder Einzelkreisläufe) sowie eine gute thermische Gebäudedämmung senken den Energiebedarf und sparen wieder Heizkosten.

 

Die ganz persönliche Heizkurve

Die digitale Regelungstechnik einer Wärmepumpenanlage von Heliotherm erlaubt aber noch ganz andere Komfortfunktionen. So können, abhängig von der individuellen Wohlfühltemperatur, diverse Heizkurvenverläufe für alle denkbaren Heiz-Szenarien voreingestellt werden. Wärmen im Winter, Kühlen im Sommer, Poolheizung, Warmwasser und wechselhafte Jahreszeiten. Bei korrekt eingestellter Heizkurve bleibt die Raumtemperatur dann bei allen Außentemperaturveränderungen konstant.


Werden die Zimmer mit Einzelkreisläufen versorgt, kann sogar jeder Raum individuell eingestellt werden. Auch Tagesverläufe kann die übersichtliche Benutzeroberfläche von webcontrolAT®, der browserbasierte Digitalregleranwendung von Heliotherm (funktioniert ganz easy auf allen internetfähigen Endgeräten). So läuft das Schlafzimmer tagsüber auf Sparflamme und nachts träumt man sich wohlig warm in die Südsee. Weil die Wasserpumpe bei Heliotherm sogar den Durchfluss präzise steuern kann, passieren alle Anpassungen in Echtzeit. Und zwar so, dass bei der Wärmepumpe immer eine maximale Spreizung (siehe oben) von fünf Grad eingehalten wird. Wenn ein Heiz-Rücklauf also wärmer oder kühler ankommt als erwartet, weiß die Wärmepumpe gleich ganz genau wo gerade wie viel Energie gebraucht wird. Und spart den Rest - schon wieder - bei den Heizkosten. Wie viel man mit einer Wärmepumpe beim Heizen genau sparen kann, verrät der Heizkostenrechner.